Die mohammedanischen "Nobelpreisträger" und andere Gelehrte: Geschichten aus 1001 Nacht

#1 von Socke , 28.10.2017 20:32

Da wird ein mohammedanischer Gelehrter präsentiert, bezeichnenderweise von einer mohammedanischen Stiftung und bei genauerer Betrachtung zerfällt der angebliche Gelehrte wie eine Seifenblase.
Wenn ich dann noch in den zum Zeitungsartikel gehörenden Leserkommentaren lesen muss, in der heutigen Schule in Deutschland ist sowas auf dem Lehrplan, was der Mohammedanismus alles Tolles für die Wissenschaft getan hat, wird mir Angst und Bange. So erziehen wir uns voll Hass triefende Mohammedaner heran, die solche Märchen als Grundlage für ihren Glauben an die Überlegenheit über uns "Ungläubige" nehmen.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/altern...m/20509948.html

 
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RE: Die mohammedanischen "Nobelpreisträger" und andere Gelehrte: Geschichten aus 1001 Nacht

#2 von Jimbo , 03.11.2017 22:08

Na, so arg sehe ich das alles nicht. Alle Wissenschaftler, das gilt auch für jene der Antike wie für jene der islamischen Blütezeit, standen immer auf den Schultern ihrer Vorgänger. Auch Columbus wusste, dass die Erde eine Kugel ist und keine Scheibe.

Es gibt eine ganze Reihe von muslimischen und christlichen Gelehrten aus dem islamischen Raum aus der Zeit um 1000 n. Chr. herum, die einiges an Wissenschaft auf die Füsse gestellt haben. Ich habe auf meinem Nachtkästchen die Werke von al biruni https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Biruni stehen. Der war zwar kein Araber sondern eher - nach heutigen geografischen Begriffen - aus Usbekistan stammend. Nicht nur die Berechnung des Erdumfangs sondern viele andere Dinge sind von ihm angerissen worden. Auch ethnografische Beobachtungen, Berichte aus indischen und iranischen Quellen. Er hatte regen Briefwechsel mit dem christlichen Avicenna, einem Perser.

Nein, diese Leute haben sich zur Zeit des finsteren europäischen Mittelalters wirklich um Wissenschaft gekümmert, zu einer Zeit in der die Europäer alle wissenschaftlichen Werke aus der Antike und später verbrannten! (Siehe die reconquista in Spanien, wo man die arabischen Übersetzungen der griechischen Philosophen, Dramatiker und Wissenschaftler verbrannte!) Um diese Zeiten, die auch später noch die europ. Geister verwirrten, besser verstehen zu können, solltest Du mal die Lebensgeschichte des 200 Jahre später wirkenden Kaisers Friedrich II lesen. Der sprach Arabisch, war zugleich deutscher Kaiser und musste, eigentlich gegen seinen Willen, einen Kreuzzug nach Jerusalem unternehmen. Der Papst hat ihn dabei an seinen Gegner, Saladin, verraten in der Hoffnung, dass der ihn umbrächte. Doch der Saladin überreichte dem Friedrich den Brief des Papstes womit wieder der Papst Gregor IX. schwer blamiert war. Lies es selbst, spannend wie ein Kriminalroman.

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Biruni
http://www.huffingtonpost.de/2015/01/05/..._n_6415884.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCtezeit_des_Islam


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